12. Sep­tem­ber 2022

Bekenntnis zu unserem Schwimmbad war richtig und wichtig

Allein mit dem Begriff Son­der­sit­zung lässt sich auf eine beson­de­re Bedeu­tung der in der Stadt­rats­sit­zung zu behan­deln­den The­men schlie­ßen. In den letz­ten Wochen waren Über­le­gun­gen des Ober­bür­ger­meis­ters Dirk Meid, dass Maye­ner Hal­len­bad in der kom­men­den Win­ter­sai­son nicht zu öff­nen, öffent­lich gewor­den und sorg­ten ver­ständ­li­cher­wei­se für Unsi­cher­heit in der Maye­ner Bür­ger­schaft. Dem Plan des Ober­bür­ger­meis­ters fol­gend, hät­te eine Ent­schei­dung über die Nicht-Öff­­nung in der Sit­zung am 12. Okto­ber fal­len sol­len. Zu spät, wie die Frak­tio­nen von FDP, Grü­nen und CDU befan­den und einen gemein­sa­men Antrag für eine Son­der­sit­zung einreichten.

Im Vor­feld der Sit­zung erreich­ten die CDU-Stadt­­­rats­­mi­t­­glie­­der vie­le Anru­fe und Mails zum Schwimm­bad, alle Aspek­te der ver­schie­de­nen Orga­ni­sa­tio­nen und der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger flos­sen in die Vor­be­spre­chung der Frak­ti­on mit ein. Für die CDU-Frak­­ti­on war nach inten­si­ven Bera­tun­gen klar: Eine Nicht-Öff­­nung hal­ten wir aus vie­len Grün­den für falsch! Kin­der­schwimm­kur­se, Ver­eins­le­ben, Gesund­heits­schwim­men, Prä­ven­ti­on, Ret­tungs­schwim­men und Frei­zeit­an­ge­bot für Fami­li­en sind so wich­tig, dass ein guter Kom­pro­miss zum berech­tig­ten Ziel nach Ener­gie­ein­spa­run­gen erzielt wer­den muss. Nach aus­führ­li­cher Dis­kus­si­on und auch kri­ti­schen Wort­mel­dun­gen kam es in der Stadt­rats­sit­zung letzt­lich sogar zu einem ein­stim­mi­gen Kom­pro­miss, der eine etwas spä­te­re Öff­nung zum 01. Novem­ber vor­sieht. Gleich­zei­tig wur­den die Stadt­wer­ke als Betrei­ber des Hal­len­ba­des auf­ge­for­dert, ein Kon­zept zum Ener­gie­spa­ren wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten zu erar­bei­ten. Dies kann z.B. die Schlie­ßung der Sau­na, Redu­zie­rung der Was­ser­tem­pe­ra­tur und die Anpas­sung der Öff­nungs­zei­ten umfas­sen. Der stell­ver­tre­ten­de CDU-Frak­­ti­on­s­­vor­­­si­t­­zen­­de Mar­tin Reis fasst zusam­men: „Wir sind sehr froh und dank­bar, dass es im Stadt­rat ein so kla­res und wich­ti­ges Bekennt­nis zu unse­rem Hal­len­bad gege­ben hat. Wenn wir wei­ter­hin alle an einem Strang zie­hen, kön­nen wir gleich­zei­tig wich­ti­ge Ener­gie­ein­spa­run­gen erzie­len und trotz­dem ein gutes Ange­bot in der Stadt aufrechterhalten!“

In die glei­che Rich­tung hin­sicht­lich der Abwä­gung des Ener­gie­spa­rens und einer mög­li­chen Öff­nung über den Win­ter ging es auch beim zwei­ten dis­ku­tier­ten Tages­ord­nungs­punkt. Die vor­ge­schla­ge­ne Nicht-Öff­­nung des Eifel­mu­se­ums wur­de eben­falls offen dis­ku­tiert. Nur um es sich ein­fach zu machen, soll­te das kul­tu­rel­le Ange­bot nicht geschlos­sen wer­den. Mit der Bit­te an den Ober­bür­ger­meis­ter eini­ge offe­ne Fra­gen zu beant­wor­ten, wur­de die Vor­la­ge daher zur erneu­ten Bera­tung für die Okto­ber­sit­zung zurückgestellt.